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Unsere Reisebedingungen (A, CH, I)

1. Anmeldung / Bestätigung
1.1. Für alle Buchungsarten gilt:

a) Grundlage des Angebots des wsv und der Buchung des Teilnehmers sind die Beschreibung des Pauschalangebots und die ergänzenden Informationen in der Buchungsgrundlage soweit diese dem Teilnehmer bei der Buchung vorliegen.

b) Weicht der Inhalt der Buchungsbestätigung vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des wsv vor. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Teilnehmer die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung oder die Inanspruchnahme der Reiseleistungen erklärt.

c) Der die Buchung vornehmende Teilnehmer haftet für die vertraglichen Verpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für seine eigenen, soweit er eine entsprechende Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

d) Sonderwünsche, Anmeldungen unter einer Bedingung und mündliche Nebenabreden sind nur dann gültig, wenn sie ausdrücklich vom wsv bestätigt werden. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den wsv zustande. Bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss wird der wsv dem Teilnehmer die Reisebestätigung aushändigen.

1.2. Für die Buchung, die schriftlich, per E-Mail oder per Telefax erfolgt, gilt:

a) Mit der Buchung bietet der Teilnehmer dem wsv den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an.

b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Buchungsbestätigung (Annahmeerklärung) durch den wsv zustande.

1.3. Bei Buchungen, die über das Internet erfolgen, gilt für den Vertragsabschluss:

a) Dem Teilnehmer wird der Ablauf der Onlinebuchung im entsprechenden Internetauftritt des wsv erläutert. Dem Teilnehmer steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur Löschung oder zum Zurücksetzen des gesamten Onlinebuchungsformulars eine entsprechende Korrekturmöglichkeit zur Verfügung, deren Nutzung erläutert wird. Soweit der Vertragstext vom wsv im Onlinebuchungssystem gespeichert wird, wird der Teilnehmer über diese Speicherung und die Möglichkeit zum späteren Abruf des Vertragstextes unterrichtet.

b) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) "zahlungspflichtig buchen“ bietet der Teilnehmer dem wsv den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an.

c) Dem Teilnehmer wird der Eingang seiner Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt.

d) Die Übermittlung des Vertragsangebots durch Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig buchen" begründet keinen Anspruch des Kunden auf das Zustandekommen eines Reisevertrages entsprechend seiner Buchungsangaben. Dem wsv ist vielmehr frei in der Entscheidung, das Vertragsangebot des Teilnehmers anzunehmen oder nicht.

e) Der Vertrag kommt sofort nach Vornahme der Buchung des Teilnehmers durch Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig buchen“ durch entsprechende Darstellung der Buchungsbestätigung am Bildschirm (Buchung in Echtzeit) mit Zugang und Darstellung dieser Buchungsbestätigung beim Teilnehmer am Bildschirm zu Stande. Dem Teilnehmer wird die Möglichkeit zur Speicherung und zum Ausdruck der Buchungsbestätigung angeboten. Die Verbindlichkeit des Reisevertrages ist jedoch nicht davon abhängig, dass der Teilnehmer diese Möglichkeiten zur Speicherung oder zum Ausdruck tatsächlich nutzt. Der wsv wird dem Teilnehmer zusätzlich eine Ausfertigung der Buchungsbestätigung per E-Mail, E-Mail-Anhang, Post oder Fax übermitteln.

1.4. Der wsv weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 312 Abs. (2) Ziff. 4, 312g Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Verträgen über Reiseleistungen nach § 651a BGB (Pauschalreiseverträge und Verträge, auf die die §§ 651a ff. BGB analog angewendet werden), die im Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst versendete Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden, kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß § 651i BGB (siehe hierzu auch Ziff. 5). Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht ein Widerrufsrecht ebenfalls nicht. Der vorstehende Hinweis gilt auch, soweit mit wsv Verträge über Unterkunftsleistungen (z.B. Hotelzimmer) oder Flugleistungen abgeschlossen werden, bei denen wsv nicht Vermittler, sondern unmittelbarer Vertragspartner des Kunden/Reisenden ist.
 

2. Leistungen und Preise
2.1 Die Leistungsverpflichtung des wsv ergibt sich ausschließlich aus der Buchungsbestätigung in Verbindung mit der Prospektausschreibung nach Maßgabe aller im Prospekt enthaltenen Hinweise und Erläuterungen, soweit diese dem Teilnehmer bei Vertragsschluss vorlagen.

2.2 Bei Reisen mit Busbeförderung werden bei eigener Anreise keine anteiligen Beförderungskosten erstattet.

3. Preisanpassung
3.1 Der wsv behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse entsprechend wie folgt zu ändern.

3.2 Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der wsv den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:

a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der wsv vom Reisenden den Erhöhungsbetrag verlangen.

b) In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann der wsv vom Reisenden verlangen.

3.3 Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber dem wsv erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt werden.

3.4 Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages kann der Reisepreis in dem Umfange erhöht werden, in dem sich die Reise dadurch für den wsv verteuert hat.

3.5 Eine Erhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für den wsv nicht vorhersehbar waren.

3.6 Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat der wsv den Reisenden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen ab dem 21.Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5% ist der Reisende berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der wsv in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat dieses Recht unverzüglich nach der Mitteilung des wsv über die Preiserhöhung diesem gegenüber geltend zu machen.

4. Zahlung
4.1 Nach Vertragsabschluss (Zugang der Buchungsbestätigung beim Teilnehmer) und nach Übergabe eines Sicherungsscheines gemäß § 651k BGB ist eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises, maximal jedoch € 70,-  pro Person zu leisten. Die Anzahlung wird auf den Gesamtpreis angerechnet. Wir bitten um Überweisung innerhalb von 10 Tagen nach Zugang der Buchungsbestätigung.

4.2 Die Restzahlung ist, soweit der Sicherungsschein übergeben ist und feststeht, dass die Reise nicht wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl (siehe Ziffer 6) abgesagt wird, 4 Wochen vor Reisebeginn ohne weitere Aufforderung zahlungsfällig.

4.3 Sollte die Anzahlung und / oder Restzahlung beim wsv nicht innerhalb der vorstehend genannten Fristen eingehen, obwohl der wsv zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Teilnehmers besteht, kann der wsv nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurücktreten und den Teilnehmer mit Rücktrittskosten gemäß Ziff. 5. dieser Bedingungen belasten.

5. Rücktritt durch den Teilnehmer / Umbuchung
5.1 Der Teilnehmer kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim wsv. Dem Teilnehmer wird empfohlen, den Rücktritt in Textform zu erklären.

5.2 Tritt der Teilnehmer vom Reisevertrag zurück, so kann der wsv Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen. Bei Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche, anderweitige Verwendung der Reiseleistung berücksichtigt. Der wsv kann diesen Ersatzanspruch unter Berücksichtigung der nachstehenden Gliederung nach der Nähe des Zeitpunktes zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn pauschalieren.

5.3 Diese pauschalierten Stornogebühren betragen je angemeldeten Teilnehmer: Eigenanreise, Busreisen, Bahnreisen 
• bis 29 Tage vor Reiseantritt: 20%, maximal jedoch 70,-€ (=Anzahlungsbetrag)
• ab dem 28. Tag vor Reiseantritt 30% 
• ab dem 14.Tag vor Reiseantritt 50% 
• ab dem 8. Tag vor Reiseantritt 75 % 
• ab dem 2. Tag vor Reiseantritt bis zum Tag des Reiseantritts oder bei Nichtantritt der Reise 90 % des Reisepreises; 
des jeweiligen Reisepreises. 

5.4 Dem Teilnehmer bleibt es unbenommen, dem wsv im Falle der Erhebung der pauschalierten Stornogebühren nachzuweisen, dass dem wsv keine oder wesentlich geringere Kosten als die erhobene Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist er nur zur Bezahlung der geringeren Kosten verpflichtet.

5.5 Der wsv behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit der wsv nachweist, dass ihm wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. Macht der wsv einen solchen Anspruch geltend, so ist der wsv verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung etwa ersparter Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

5.6 Durch die vorstehenden Bestimmungen bleibt das gesetzliche Recht des Teilnehmers gemäß § 651b BGB, einen Ersatzteilnehmer zu stellen, unberührt.

5,7 Für Umbuchungen (Änderungen von Reisebeginn, Reiseende, Reisedauer, Hotel, Verpflegungsart), die nach Vertragsabschluss (Buchungsbestätigung durch den wsv) erfolgen, wird bis 4 Wochen vor Reisebeginn eine Kostenpauschale von € 10,- pro Person erhoben. Umbuchungswünsche, die später als 4 Wochen vor Reisebeginn bei der Geschäftsstelle des wsv eingehen, bearbeitet der wsv nur im Rahmen einer Stornierung des Vertrages, verbunden mit einer Neubuchung, wobei die Stornierung nur entsprechend der vorstehenden Rücktrittskostenregelung erfolgen kann. Dies gilt nicht für Umbuchungswünsche, die nur geringfügige Kosten verursachen.

6. Rücktritt und Kündigung durch den wsv
(Rücktritt wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl)

6.1 Für alle vom wsv ausgeschriebenen Reisen gilt eine einheitliche, in den "Wichtigen Hinweise" angegebene Mindestteilnehmerzahl. Beachten Sie hierzu die „Wichtigen Hinweise“. Bei Nichterreichen der ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl ist der wsv zum Rücktritt vom Reisevertrag nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmung berechtigt.

6.2 Sobald feststeht, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, leitet der wsv dem Teilnehmer spätestens 4 Wochen vor Reisebeginn die Erklärung zu, mit der die Reise als Gruppenreise abgesagt wird. Gleichzeitig bietet ihm der wsv an, die Reise als Einzelreise ohne Mehrkosten durchzuführen (Ausnahme bei ausgeschriebenen Bus- und Flugreisen; in diesen Fällen besteht der gesetzliche Anspruch auf Teilnahme an einer Ersatzreise, soweit diese der wsv ohne Mehrkosten für den wsv aus seinem Programm anbieten kann).

6.3 Der Teilnehmer ist verpflichtet, dem wsv unverzüglich mitzuteilen, ob er dieses Angebot annehmen will. Geschieht dies nicht unverzüglich oder will der Teilnehmer die Reise nicht ersatzweise als Einzelreise durchführen, so wird ihm die geleistete Anzahlung vom wsv voll zurück erstattet. In Einzelfällen behält es sich der wsv vor, auch bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahlen die Fahrten durchzuführen.

6.3 Der wsv kann den Reisevertrag nach Antritt der Reise kündigen, wenn der Teilnehmer die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des wsv bzw. der von ihm eingesetzten Fahrtenleiter nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der wsv, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gut gebrachten Beträge. Die vom wsv eingesetzten Reiseleiter sind ausdrücklich bevollmächtigt, die Interessen des wsv in diesen Fällen wahrzunehmen.

7. Obliegenheiten des Reisenden, Kündigung durch den Reisenden
7.1 Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung zur Mängelanzeige ist bei Reisen des wsv dahingehend konkretisiert, dass der Teilnehmer verpflichtet ist, auftretende Mängel unverzüglich dem vom wsv eingesetzten Reiseleiter anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen.

7.2 Ist vom wsv keine örtliche Reiseleitung eingesetzt und nicht als vertragliche Leistung vereinbart, so ist der Teilnehmer verpflichtet, dem wsv direkt unverzüglich Nachricht über die Beanstandungen zu geben und um Abhilfe zu ersuchen. Ansprüche des Teilnehmers entfallen nur dann nicht, wenn die dem Reisenden obliegende Rüge unverschuldet unterbleibt.

7.3 Reiseleiter und Leistungsträger sind nicht bevollmächtigt, Reisemängel oder Ansprüche im Namen des wsv anzuerkennen.

7.4 Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt, so kann der Teilnehmer den Vertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus wichtigem, dem wsv erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Die Kündigung ist erst zulässig, wenn der wsv bzw. der Reiseleiter eine ihm vom Reisenden bestimmte angemessene Frist hat verstreichen lassen, ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder vom wsv bzw. dem Reiseleiter verweigert wird oder in den sonstigen vom Gesetz vorgesehenen Fällen.

7.5 Der Kunde hat wsv zu informieren, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z.B. Bahnticket, Hotelgutscheine) innerhalb der ihm von wsv mitgeteilten Frist nicht oder nicht vollständig erhält.

8. Beschränkung der Haftung
8.1 Die vertragliche Haftung des wsv für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit a) ein Schaden des Teilnehmers weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt worden ist, oder b) der wsv für einen dem Teilnehmer entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

8.2 Der wsv haftet, eigenes Verschulden sowie das seiner Leistungsträger ausgenommen, nicht für den Verlust des Skipasses. Der wsv haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. die Vermittlung von Bahnfahrkarten, Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so gekennzeichnet werden, dass sie für den Teilnehmer erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Reiseveranstalters sind. Der wsv haftet jedoch für vertraglich vereinbarte Beförderungsleistungen, welche die Beförderung des Teilnehmers vom ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderung während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten, wenn und insoweit für einen Schaden des Teilnehmers die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des wsv ursächlich geworden sind.

9. Geltendmachung von Ansprüchen, Adressat, Ausschlussfristen, Information über Verbraucherstreitbeilegung
9.1 Der Reisende hat Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reiseleistungen innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Rückreisedatum gegenüber dem wsv geltend zu machen. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

9.2 Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber dem wsv unter folgender Anschrift erfolgen: westdeutscher skiverband e.v., Butmicke 5, 58540 Meinerzhagen. Ansprüche des Teilnehmers bei Fristversäumnis entfallen nur dann nicht, wenn diese unverschuldet ist.

9.3 Die Frist nach 9.1 gilt auch für die Anmeldung von Gepäckschäden oder Zustellungsverzögerungen beim Gepäck im Zusammenhang mit Flügen, wenn Gewährleistungsrechte aus den §§ 651 c Abs. 3, 651 d, 651 e Abs. 3 und 4 BGB geltend gemacht werden. Ein Schadensersatzanspruch wegen Gepäckbeschädigung ist binnen 7 Tagen, ein Schadensersatzanspruch wegen Gepäckverspätung binnen 21 Tagen nach Aushändigung geltend zu machen.

9.4 wsv weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass er nicht wsv an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung nach Drucklegung dieser Reisebedingungen für wsv verpflichtend würde, informiert wsv die Verbraucher hierüber in geeigneter Form. wsv weist für alle Reiseverträge, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wurden, auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform http://ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.

10. Einverständnis zur Veröffentlichung von Bildern der Reisenden
Der Reisende erklärt sich damit einverstanden, dass Fotos des Reisenden, die während der Reise von Mitreisenden oder Fahrtenleitern erstellt werden, auf dem Internetauftritt des wsv zu Zwecken, die die Vereinsarbeit betreffen, veröffentlicht werden. Für die Veröffentlichung erhält der Reisende kein Entgelt. Falls der Reisende nicht mit der Veröffentlichung einverstanden ist, muss er dies wsv ausdrücklich mitteilen. Andernfalls gilt das Einverständnis als erteilt.

11. Verjährung
11.1 Ansprüche des Teilnehmers nach den §§ 651c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des wsv oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des wsv beruhen, verjähren in zwei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des wsv oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des wsv beruhen. 
11.2 Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB verjähren in einem Jahr. 
11.3 Die Verjährung nach Ziffer 9.1 und 9.2 beginnt mit dem Tag, der dem Tag folgt, an dem die Reise nach den vertraglichen Vereinbarungen enden sollte. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag. 
11.4 Schweben zwischen dem Teilnehmer und dem wsv Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Teilnehmer oder der wsv die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

12. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
12.1 Der wsv informiert an anderer Stelle über diese Vorschriften für deutsche Staatsbürger. Für nichtdeutsche Staatsangehörige gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Über Änderungen gegenüber der Reiseausschreibung wird der wsv den Teilnehmer informieren.

12.2 Der Teilnehmer ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen, wenn sie durch eine Falsch- oder Nichtinformation des wsv bedingt sind.

13. Informationen zur Identität ausführender Luftfahrtunternehmen
 
13.1 Der wsv informiert den Teilnehmer entsprechend der EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens vor oder spätestens bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft(en) bezüglich sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen. 
13.2 Steht/stehen bei der Buchung die ausführende(n) Fluggesellschaft(en) noch nicht fest, so ist der wsv verpflichtet dem Teilnehmer die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald der wsv weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt, wird er den Teilnehmer informieren. 
13.3 Wechselt die dem Teilnehmer als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, wird der wsv den Teilnehmer unverzüglich und so rasch dies mit angemessenen Mitteln möglich ist, über den Wechsel informieren. 
13.4 Die entsprechend der EG-Verordnung erstellte „Black List“ (Fluggesellschaften, denen die Nutzung des Luftraumes über den Mitgliedsstaaten untersagt ist), ist hier abrufbar und in den Geschäftsräumen des wsv einzusehen. 

14. Rechtswahl und Gerichtsstand
14.1 Für Teilnehmer, die nicht Angehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union oder Schweizer Staatsbürger sind, wird für das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Teilnehmer und dem wsv die ausschließliche Geltung des deutschen Rechts vereinbart. Solche Teilnehmer können den wsv ausschließlich an deren Sitz verklagen. 
14.2 Für Klagen des wsv gegen Teilnehmer, bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Auf¬enthaltsort im Ausland haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des wsv vereinbart. 


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